• Urlaubstweets

    Tweets aus dem Urlaub, die ich mangels Netz (okay, ich wollte nicht unbedingt eins) nicht verschickt habe:

    -Sonnenschirm aufgespannt

    -Am Cafe laufen so viele Rentner vorbei, dass man ein Krematorium dahinter vermuten könnte.

    -Menschen, die ihre Häuser Lillebo nennen, können nicht böse sein.

    -Nach Bornholm dürfen ältere Menschen offenbar nur reisen, wenn sie einen Hund dabei haben.

    -Es hat einen Grund, warum Einheimische eher geräucherten Hering als geräucherte Scampis essen.

    -Snogebaek ist so ein Ort, den ich den ganzen Tag vor mir her sagen könnte.

    -Sie nennen es Tropenparadies, ich nenne es Gewächshaus.

    -Ein Mann und ein Damenfahrrad passen einfach nicht zusammen.

    -Sonnencreme und Sand ergeben den Zement des Urlaubs.

    -Das liebste Spielzeug des Mannes im Urlaub: Kohleanzünder.

    -Wer Aufmerksamkeit sucht, muss nur mit angezogener Handbremse auf dem Kiesweg losfahren.

  • Lesenswert

    Ich möchte hier gern auf eine Antwort auf den FAZ-Artikel von Hubert Buda verweisen, wo er von Google und Staat Geld einfordert für den Journalismus. aufgrund meines Arbeitshintergrundes müsste ich mich eigentlich solchen Forderungen anschließen. Stattdessen möchte ich auf diesen Blogbeitrag von Medial Digital verweisen, der pointiert die Lage zusammenfasst und darstellt, weshalb die Forderung so absurd ist.

  • Neues Zeit Produkt

    Nach Informationen aus gut informierten Kreisen plant Zeit Online ein Produkt auf den Markt zu bringen, welches von ihrem bisherigen Vertriebskonzept abweicht.
    Es soll die Hygiene im Netz revolutionieren und besonders wirksam gegen Microblogging-Mircoben sein.

    Ein erster Screenshot ist durchgesickert:

    scheuermi(r)lich

  • Probleme der FDP

    Ein lesenswertes Stück über meiner Ansicht nach extrem mangelnde Krisen-PR findet sich derzeit bei den Ruhrbaronen. Dort hat die FDP die Macht von Blogs anscheinend unterschätzt und übt nach Angaben der Ruhrbarone das Astroturfing. Da verlinke ich doch gern hin.

  • FDP meets Rechtslinks

    Nachdem sich die CDU in dieser Woche dem fröhlichen Sport des Astroturfings gewidmet hat, widme ich mich heute der FDP.
    Die FDP hat es schwer.
    Man möchte gern offen und freiheitlich sein. Dazu gehört in den Augen der FDP auch ein offenens Diskussionsforum. Um dort mit zu diskutieren, muss man sich erst registrieren. Hat man sich registriert, kann man sich zu allen Themen in einem Rahmen äußern, der den Forenregeln nicht wiederspricht. Ansonsten wird auch mal ein Beitrag gelöscht.
    Wie schnell und gut dies von statten geht, habe ich, anders als bei der SPD, nicht getestet. Das mag unfair erscheinen, aber ich glaube, die FDP hat ehrlicherweise schon genug Arbeit und Probleme mit dem Diskussionsforum und ich beneide den Forenadministrator dort in keinster weise. Es ist ein Ort, an dem sich offensichtlich mit Vorliebe einige Diskutanten des rechten Randes bewegen. Da wird schon gern mal Filbinger verteidigt oder gegen die Partei die Linke mit der großen Keule diskutiert.

    So z.B. in diesem Teil eines Forenbeitrages (die >>-Zeichen sind Zitate vorheriger Beiträgeim Beitrag):

    "> > Endlich: in der Liste der Staatsfeinde taucht
    > auch
    > > die Linke auf. Die Linke wird zwar "nur"
    > > beobachtet, aber es ist schon bemerkenswert,
    > das
    > > sich das Innenministerium mit dem möglichen
    > > Gewaltpotential was von dieser Partei ausgeht,
    > > beschäftigt.
    >
    > Welches Gewaltpotenzial geht denn von dieser
    > Partei aus?

    In 2008 waren es 359 Körperverletzungen, 62 Brandstiftungen, 149 Landfriedensbrüche, 1.468 Sachbeschädigungen, 57 Nötigungen und 898 andere Straftaten."

    Das ist nicht schön. Deutlich weniger schön ist allerdings, dass aus dem Forum heraus auf Seiten mit sehr rechtslastigem Inhalt verlinkt wird. So geht ein Link auf einen Blogbeitrag mit der Überschrift: "Mai-Demos: Mut gegen Rechts? Feiges linkes Pack schlägert am liebsten mit 10 zu 1 Übermacht!"

    Ein anderes Zitat aus dem verlinkten Blog in einem vorherigen Beitrag klingt auch nicht ganz demokratisch:

    "Wer es als Asylbetrüger bis nach Deutschland geschafft hat und wer nicht unbedingt Drogenhändler oder Prostituierte werden will oder darf (uiui, wie rassistisch dieses Blog), kann es als Afrikaner auch mit der Gründung einer NGO versuchen oder zumindest einem derartigen linken, staatsparasitären Verein (siehe oben) beitreten. An willigen Roten Socken fehlt es bundesweit nicht!"

    Was dem Ganzen allerdings ein SEO-Sahnehäubchen aufsetzt ist, dass sämtliche Forenlinks nicht mal als NoFollow gekenntzeichnet werden. So stärkt die FDP die sehr rechtslastigen Seiten, auf die aus dem Forum heraus verwiesen wird, was diese wiederum besser bei Google etc. ranken lässt. Man kann natürlich damit argumentieren, dass das Forum selbst nicht gerade das ist, was man als Linkjuice-strotzend bezeichnen würde. Aber dadurch wird es irgendwie auch nicht besser.

  • Networking versus Schnittchen-Schnorrer

    Derzeit gibt es wieder viele kleine interessante Veranstaltungen, wie beispielsweise den Twittwoch. Ihr Ziel ist es, Menschen mit gleichen Interessen in eine Gesprächsumlaufbahn zu bringen, neudeutsch networking zu betreiben. Dabei glauben viele der Veranstalter, den Gästen mehr als einen Raum zur Verfügung stellen zu müssen. Freie Getränke gehören zum guten Ton, Schnittchen sind gern gesehen. Aber parliert es sich wirklich besser, wenn der gegenüber dabei in ein mit einem Gürkchen garniertes Formfleischbrötchen beißt?
    Ich habe da erhebliche Zweifel. Ganz ehrlich: Wer da vorbeischaut, um kostenlos ein paar Cocktails abzugreifen ist nicht unbedingt der Gesprächspartner, den ich treffen will. Wer einen Obstrechner mit sich herumschleppt, sollte in der Lage sein, auch ein Fläschchen der gerade durchs Dorf getrieben Szenebrause bezahlen zu können. Kann er es nicht, ist er vielleicht auch auf der Veranstaltung fehl am Platz. Man kann sogar ketzerisch fragen, ob das Niveau der Gespräche ansteigen würde, wenn jeder Gast Eintritt bezahlen müsste. Das macht natürlich so gut wie keiner der Veranstalter aus Angst, am Ende allein im schummrigen Hinterraum der Lieblingskaschemme zu sitzen. Es ist von daher auch durchaus legitim zu versuchen, die Menschen durch kostenlose Verköstigungen anzulocken, um die Treffen erst einmal zu etablieren. Nur sieht es natürlich nicht sehr elegant aus, wenn dann bei späteren Treffen die erworbenen Durchschnorr-Möglichkeiten fern bleiben, da es der Mensch in der Regel gar nicht mag, wenn man ihm etwas wegnimmt oder verkaufen will, dass er zuvor kostenlos bekam.So sieht sich der Veranstalter gezwungen, immer wieder neue Sponsoren aufzutreiben und er setzt sich der Gefahr aus, dass die Veranstaltung stirbt, wenn die Sponsoren ausbleiben.

    Ich bin gespannt, wie meine werten Leser das sehen.

  • Einsichten in die Linke

    Ich habe mir nach der netten Anregung hierzu auf der republica09 vorgenommen, im Wahljahr die Webauftritte von Parteien kritsch anzusehen und auf mögliche Schwächen abzuklopfen. Nachdem ich mich zunächst der SPD gewidmet hatte, geht es heute zu den Linken. Keine Angst, die SPD hat es geschafft, demnächst auch noch einmal Thema zu werden. Zunächst aber zu den Linken. Bei den Linken kann man natürlich auch aktiv werden. Eigentlich wollte ich mich darüber auslassen, dass man angeben kann, dass man u.a. vor einer Schule Zettel für den Wahlkampf verteilen möchte. Gleichzeitig fällt auf, dass bei der Frage, wie viel Zeit man hat, als Erstes "Ich habe immer Zeit" angeboten wird. Vielleicht ist die arbeitende Bevölkerung nicht Hauptzielgruppe.
    Aber das sind kleine Randbemerkungen, denn ich habe ein wirklich schönes Interview auf der Webseite der Linken entdeckt. Ein Interview in der Parteizeitung Disput mit dem Linken Benjamin Cers.
    Bejamin Cers gehört zum Aktivierungsteam im aktuellen Wahlkampf.

    Er beschert uns u.a. folgende Aussagen, die ich der Einfachheit mal für Anmerkungen durchnummeriert habe:

    1. "Wie sieht Arbeit aus, die dich zufrieden macht?
    Nichts tun und viel Geld dafür kriegen. Das würde mich sehr zufrieden machen."

    Zu 1. Wer will den da in den Bundestag? Scherz beiseite, ich würde lieber für eine Arbeit Geld bekommen, die mir Spaß macht und die mich fordert. Nitchtstun ist mir schon im Urlaub zu langweilig. aber jedem das seine.

    2. "Was regt dich auf?
    Wenn junge Menschen als Berufswunsch Polizistin/Polizist angeben."

    Zu 2. Also mich regt ja eher auf, wenn junge Menschen als Berufswunsch Nichtstun und damit Geld verdienen angeben. Aber ich bin da wohl in dem Punkt ein wenig konservativ.

    3. "Möchtest du (manchmal) anders sein, als du bist?
    Ich bin der Beste. Also warum sollte ich anders sein?"

    Zu 3. Also entweder das war jetzt supilustig (neudeutsch lol) gemeint und die Emoticons sind bei der Formatierung über den Jordan gegangen oder jemand sollte ganz schnell lüften.

    4. "Wo möchtest du am liebsten leben?
    In einer großen Villa mit riesigen Badezimmern, in denen ich in einem weißen Bademantel herumrennen kann. Luxus für alle"

    Zu 4. Vielleicht ein sozialistisches Altersheim mit Gruppendusche oder doch lieber einen kapitalistischen Bausparvertrag abschließen? Man soll ja seine Träume leben.

    5. "Wovor hast du Angst?
    Dass ich bis an mein Lebensende im Kapitalismus leben muss. Das macht mir echt Angst."

    Zu 5. Nichts, was wir nicht in einer Gruppensitzung der anonymen Kapitalismusfürchter mit Gruppenkuscheln wegbekommen können. Laß es einfach raus Benjamin.

    Das vollständige Interview findet sich hier.

  • Jeff Jarvis und die Googlekiller

    Jeff Jarvis hielt heute einen Vortrag auf der Next09 in Hamburg. Er bot zugegebenermaßen für die Menschen, die bereits sein Buch „What would Google do“ gelesen haben, inhaltlich nicht viel Neues. Spannender waren für mich deshalb die Fragen bei der anschließenden Fragerunde. Leider war die Zeit zu kurz, dass alle Fragen abgearbeitet werden konnten. So blieb auch meine Frage unbeantwortet.
    Kurze Zeit später stand Jeff Jarvis allerdings allein und leicht verloren wirkend hinter einem Buchstand mit ein paar deutschen Exemplaren seines Buches. Ich nutzte die Gunst der Stunde, um ihm die Frage zu stellen, wie ein sog. Googlekiller (nicht zu verwechseln mit dem "craigslist killer") aussehen müsste d.h. was ein solches Produkt besser machen müsste als Google selbst. Ohne lang überlegen zu müssen ging er auf die Frage ein. Seiner Ansicht nach wird es schwer, besser als Google in seinem Hauptgeschäft zu sein. Allerdings sieht er noch Defizite bei Google, indem man es bei Google nicht geschafft hat, bestimmte wichtige Bereiche zu besetzten. Ein Bereich ist „friends“ und der andere Bereich ist „local“.

    Ich habe leider nicht nachgefragt, ob er dies auch den Mitarbeitern von Google bei seinem Besuch erzählt oder es mit ihnen diskutiert hat.

    Bei dem Gedanken an den Bereich friends viel mir auf, dass Google meiner Ansicht nach erstaunlich wenig als Marke emotionalisiert ist. Soll Google nur praktisch sein, aber nicht geliebt werden?

  • In der Web-Falle

    Nach dem Sieg von Obama und seinem Erfolg im Netz sieht man sich auch bei deutschen Parteien gezwungen, einen Online-Wahlkampf zu führen. Es fällt sicherlich nicht allen Politikern leicht, mit den neuen Herausforderungen im Netz kompetent umzugehen. Dabei ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Internet durchaus wünschenswert.
    Ich stelle es mir persönlich recht schwer vor, in einem Medium Wahlkampf zu führen, welches man vorher eher als subversiven Ort betrachtet hat, in dem Killerspiele und Kinderpornographie das Tagesgeschäft bestimmen.

    Aus dieser Vorüberlegung heraus, dass Menschen im Internet alle möglichen bösen Dinge tun, wäre ich bei meinem Wahlkampfauftritt entsprechend vorsichtig.
    Das bedeutet konkret, dass ich mich kompetent beraten lasse. Von Leuten, die wirklich wissen, wie das Internet funktioniert.
    Ich habe Markus Beckedahl dafür kritisiert, dass er zur spaßhaften Beschäftigung mit dem Wahlkampf bei der republica09 aufgerufen hat. Gleichzeitig will ich ihm aber für die Anregung danken, die Webseiten einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Lesenswert hat sich auch bereits Thomas Knüwer mit den Webauftritten der Spitzenkandidaten beschäftigt.

    Widmen wir uns dem Onlinewahlkampf der SPD.

    Befindet man sich auf spd.de, führt ein Button im linken unteren Bereich der Webseite direkt auf wahlkampf09.de.

    spd

    Man hat beschlossen, sich in diesem Wahlkampf volksnah zu geben.
    So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, Frank (formely known Walter) Steinmeier zu „gruscheln“. Warum ich dies tun sollte, entzieht sich meiner Erkenntnis.

    gruscheln

    Interessanter ist jedoch, dass man sich auf Wahlkampf09 in eine Unterstützerliste eintragen kann. Wer sich einträgt, erhält eine Mail und wenn er diese verifiziert ist er schon als Unterstützer mit seinem Namen auf der Webseite.

    Unterstuetzer_Liste

    Da das Ganze so einfach geht, habe ich mir erlaubt, ein paar verurteilte NS-Kriegsverbrecher und einen Held meiner Kindheit aus einer fernen Galaxie unter die SPD-Unterstützer zu mischen.

    Um es nicht zu unfair zu machen, habe ich die falschen Freunde gestern Abend auf die Webseite gezaubert und bin, statt gleich darüber zu berichten, schlafen gegangen. Bis 10 Uhr heute werde ich warten, bevor ich den Artikel veröffentliche. Dieser Zeitrahmen ist in Twitter-Zeiten eine kleine Ewigkeit.

    Warum bin ich mir nur so sicher, dass die Namen noch da sein werden?

    UPDATE: Nach meiner Mittagspause waren die betreffenden Namen verschwunden. Immerhin: Man hat auch weniger prominente Kriegsverbrecher wie Ernst Kaltenbrunner erkannt.

    Diese haben natürlich im übrigen Alle per Mail-Post auch eine hübsche Unterstützer-Urkunde mit der Unterschrift von Frank Steinmeier in Pdf-Form erhalten.
    Was Prinz Rupi via Twitter als Foto zeigte, war kein schlechter Photoshop-Gag sondern eine simples Foto der Unterstützerurkunde.

  • Osterurlaub-Impressionen

    Ich habe mich für eine Woche im Spreewald aufgehalten. Es war mein zweiter Besuch der Region. Der Erste war lediglich ein Wochenendausflug inklusive einer Paddeltour. Sicherlich auch dank des traumhaften Wetters hat es mir sehr gut gefallen.
    Hier ein paar Bilder:

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